Viele architektonische Bauten der Antike, zum Beispiel der Parthenon-Tempel auf der Akropolis in Athen, weisen zumindest annähernd die Proportionen des Goldenen Schnitts auf.
Auch in späteren Epochen finden sich zahlreiche Beispiele von Proportionen, die dem Goldenen Schnitt entsprechen, beispielsweise der Dom von Florenz, der im 15. Jahrhundert fertiggestellt wurde.
Ab 1940 entwickelte der Architekt und Maler Le Corbusier ein einheitliches Masssystem, das auf dem Goldenen Schnitt basiert. Seine Schrift „Der Modulor“, in welcher er diese Ideen veröffentlichte, zählt heute zu den bedeutendsten Werken der Architekturgeschichte bzw. -theorie.
Viele Künstler setzen den Goldenen Schnitt bewusst ein. Bei anderen Werken werden Kunsthistoriker im Nachhinein fündig.
Ein Künstler der Neuzeit, der den Goldenen Schnitt bewusst einsetzt, ist zum Beispiel der niederländische Maler Piet Mondrian.
Auch in der Musik sind der Goldene Schnitt und die Fibonacci-Folge fest verankert. Betrachten wir eine Klaviertastatur: Die 8 Töne der C-Dur-Tonleiter sind in 13 Halbtonschritte geteilt, wobei die C-Dur-Dreiklänge, das heisst die kleine und die grosse Terz, und ihre Umkehrungen entlang der Fibonacci-Folge verlaufen. Seit dem Mittelalter werden die Terz (1-3), die Quint (1-5) und die Oktave (1-8) als harmonisch erlebt.
Oder denken wir an die pentatonische Tonleiter oder den Quintenzirkel. Die Namen allein sagen es schon: Hier versteckt sich die Fünf.
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