Eng verwandt mit dem Goldenen Schnitt ist das Pentagramm, ein regelmässiger, fünfzackiger Stern, der aus den Diagonalen eines regelmässigen Fünfecks entsteht und schon in der Antike als magisches Zeichen galt.
In einem Pentagramm gibt es zu jeder Strecke und Teilstrecke einen Partner, der mit ihr im Verhältnis des Goldenen Schnitts steht.
Das Pentagramm lässt sich auch als Zusammensetzung aus fünf Goldenen Dreiecken denken. Verbindet man die fünf Schnittpunkte im Inneren, so entsteht dort ein weiteres Pentagramm. Selbst wenn man in dessen innerem Fünfeck wieder ein Pentagramm einzeichnet und so fort, sind sämtliche Dreiecke, die in dieser Zeichnung enthalten sind, Goldene Dreiecke.
Schneidet man einen Apfel quer durch, findet man im Kerngehäuse ein natürliches Abbild des Pentagramms. Wie alle Rosengewächse ist der Apfel dem weiblichen, dem lebensspendenden Prinzip zugeordnet. So verwundert es nicht, dass das Pentagramm das Symbol der Venus ist, sowohl des Planeten als auch der Göttin. Da man das Symbol in einem Zug zeichnen kann und am Schluss wieder zum Anfang gelangt, galt es auch als Zeichen für den Kreislauf des Lebens. Im Mittelalter wurde das Pentagramm als Zeichen zur Abwehr von Dämonen benutzt.
Und auch heute ist es noch allgegenwärtig: Bei den Sternen zahlreicher Flaggen, zum Beispiel derjenigen der USA oder der EU, handelt es sich um Pentagramme. Auch der Sowjetstern oder das Symbol des Islam sind Pentagramme.
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